Die Entwicklung des Klapptriebwerkes für das B14-Segelflugzeug ist inzwischen zu einem eigenständigen Projekt herangewachsen. Bisher besteht die Projektgruppe aus drei Studenten, die ihre Studien-, bzw. Diplom- oder Bachelorarbeit der Entwicklung des Triebwerkes widmen. Der Grund für die Akaflieg-Berlin ein eigenes Klapptriebwerk für die B14 zu entwickeln, liegt vor allem darin, dass die auf dem Markt verfügbaren Flugmotoren für Segelflugzeuge nicht dem aktuellen Entwicklungsstand von KFZ-Motoren entsprechen, da der Absatzmarkt zu klein und eine Neuentwicklung deshalb finanziell nicht lohnenswert ist.

Ziel bei der Konstruktion des Triebwerksprototypen ist es, bei vergleichbarer Leistung einen niedrigeren Verbrauch als mit den in Frage kommenden Seriensystemen zu erreichen. Neben dem Verbrauch spielen aber auch die Verbesserung der Abgaswerte durch Getrenntschmierung, die Verringerung der Schallemission und die Anforderungen durch den zur Verfügung stehenden Bauraum eine Rolle.

Für das B14-Klapptriebwerk kommt ein BMW G450X Motor zum Einsatz. Dieser wurde von BMW für den Einsatz im Motocrossbereich entwickelt. Im Gegensatz zu den Motoren vergleichbarer Triebwerke handelt es sich hierbei um einen Viertaktmotor mit Einspritzung und einem Trockensumpfsystem. Der Motor verfügt serienmäßig über 41 kW, welche für den Start noch auf ca. 45 kW erhöht werden sollen. Um dies zu erreichen soll E85 als Treibstoff verwendet werden, worauf die Motorsteuerung von uns entsprechen angepasst wird. Der Propeller wurde uns von MT-Propeller freundlicherweise bereits gesponsert und hat einen Durchmesser von 1,6 m. Die Kraftübertragung von der Kurbelwelle auf den Propeller übernimmt ein Zahnriemen, der eine Übersetzung von 4:1 realisiert. Der Turm, der den Motor mit dem Propeller verbindet und den Zahnriemen umschließt, soll aus CFK gefertigt werden.

Technische Daten:

Standschub ca. 2000 N
Gewicht ca. 29 kg
Nenndrehzahl 9200 1/min
Verdichtung 9:1
Übersetzung 4:1
Propellerdurchmesser 1,6m