Forschen, bauen, fliegen

Wir sind eine gemischte Gruppe von Studenten verschiedener Studienrichtungen. Unser zur Zeit jüngstes Mitglied ist 18, das älteste 30. Seit dem Jahr 1909 bietet die Akaflieg Studenten und Studentinnen der Berliner Hochschulen die Möglichkeit, das in Vorlesungen und Seminaren angeeignete Wissen unter dem Motto „forschen, bauen und fliegen“ praktisch anzuwenden. Wenngleich es bei uns interessensbedingt eine Mehrheit an Studierenden der Luft- und Raumfahrt gibt, so sind wir froh vom Wissen, Engagement und den anderen Blickwinkeln der Physiker, Mediziner, Elektrotechniker und Sozialwissenschaftlern unseres Vereins profitieren zu können. „Diversity Leads Innovation“!

Reger Austausch und aktive Beteiligung

Unser Charlottenburger Büro und die Werkstatt der Akaflieg Berlin sind unsere Freiräume zum Forschen und Bauen. Allein 200 Arbeitsstunden verbringen wir pro Jahr (unter anderem) in der Werkstatt zur Wartung unseres Flugzeugparks. Der Prototypenbau, Messprojekte, theoretische Diskussionen und Verbesserungen unseres ‚Werkstattambientes‘ lassen unzählige weitere Stunden hinzu kommen. Außerdem bietet uns unser Büro einen Gemeinschaftsraum, den wir nicht nur für vereinsrelevante Aktivitäten nutzen, sondern auch zum freundschaftlichen Beisammensein. Die Nähe zur TU erlaubt es uns, fast täglich dort vorbeizuschauen, irgendjemanden findet man dort immer zum Reden oder Kaffetrinken. Hier entstehen unsere Projektideen. Seit einiger Zeit treffen wir uns an einem festen Termin in der Woche, um Aktuelles zu besprechen und auszutauschen. Dieser Termin ändert sich jedoch von Semester zu Semester. Wenn du Interesse hast dazu zustoßen, schreib uns einfach eine E-Mail oder ruf an.

Lernen in verschiedenen Kontexten

Projekte müssen organisiert, dokumentiert, entworfen, umgesetzt und erprobt werden. Mitglieder der Akaflieg Berlin stellen sich diesen Herausforderungen und lernen mit und bei uns den Umgang mit Werkzeugen, Composite-Materialien, Vorschriften in der Luftfahrt, Segelfliegen an sich und vieles mehr. Akaflieger, die sich als Verantwortliche für Projekte, den Vereinsvorstand, die Werkstatt, für die Flugzeuge, einzelne Bauteile oder Arbeiten fühlen, eignen sich Kompetenzen der Planung, Organisation, Teamfähigkeit, Kommunikation und der kreativen Problemlösung an. Neben den im Hörsaal und am Schreibtisch in der Studentenbude erworbenen Hard-Skills bietet die Akaflieg Studierenden so die Möglichkeit, Theorie in der Praxis zu erfliegen, konstruktiv umzusetzen und schließlich auch zu realisieren. Die dazu gehörenden Soft-Skills lernen wir voneinander im gemeinsamen Flugbetrieb, bei der Werkstattarbeit und der Diskussion von Projekten. Unser Flugbetrieb findet samstags und sonntags auf unserem Flugplatz in Kammermark statt. Freitagsabends geht es für gewöhnlich mit unserem Vereinsauto los, das Wochenende verbringen wir dann in ländlicher Idylle und fahren sonntagabends zurück nach Berlin. In Kammermark schlafen wir in unserem Vereinshaus, jedes Mitglied hat ein festes Bett und die Versorgung organisieren wir selbst. Die sommerlichen Abende lassen wir gerne beim gemeinsamen Grillen mit kühlen Getränken ausklingen.

Netzwerk Akaflieg

Unsere letzten Prototypen sind die mit dem Ziel der Rumpfoptimierung gebaute B12 mit einer Gleitzahl von 41 und die B13 als Segelflugzeug mit Side-by-Side Anordnung der Sitze und einer Gleitzahl von 46,5. Neben dem Prototypenbau führen wir Messprojekte durch, welche u.a. zu Studien- und Abschlussarbeiten werden oder gar die Basis für Dissertationen bieten. Nach dem Studium werden aktive Akaflieger in den Kreis der „Alten Damen und Herren“ aufgenommen. Dieser Kreis ist für uns außerordentlich wichtig, da wir auf deren Wissen, ihren Rat und ihre Taten, sowie auf deren finanzielle Hilfe angewiesen sind.
Wollen auch sie uns bei unseren Projekten unterstützen? Wie und mit was sie uns helfen können finden sie hier.