Die B13 der Akaflieg Berlin ist ein doppelsitziges Motorsegelflugzeug mit Side-by-Side-Anordnung der Sitze. Die nebeneinander liegenden Sitze bieten für beide Insassen eine optimale Sicht nach vorn und ermöglichen ihnen eine wesentlich einfachere Kommunikation miteinander. Der Rumpf wurde als Minimalrumpf ausgelegt, um so die Nachteile des größeren Rumpfquerschnitts zu kompensieren. Insgesamt besitzt die B13 auch im Langsamflug gutmütige Flugeigenschaften bei hoher Wendigkeit. Entwickelt in den achtziger Jahren, wurde sie 1991 fertig gestellt und hatte noch im selben Jahr ihren erfolgreichen Jungfernflug in Strausberg. Probleme bei der Integration des Verbrennungsmotors, einem modifizierten 24,5 kW Rotaxmotor, verhinderten letztendlich dessen Einsatz. Er war als Heimkehrhilfe vorgesehen, um erhöhte Außenlanderisiken, durch die langen Tragflächen und die außermittige Sitzposition der Piloten, zu entgehen. So wurde das Flugzeug bis jetzt nur als reines Segelflugzeug betrieben. Eine Eigenstartfähigkeit war nie vorgesehen.

Ein speziell für die B13 entwickelter 5-Blatt-Faltpropeller, der zusammen mit dem Motor in der Rumpfnase untergebracht werden sollte, kam dadurch nie zum Einsatz. Der von Prof. Oehler entwickelte und patentierte Mechanismus eines entgegen der Anströmrichtung einklappbaren Faltpropellers ermöglicht ein extrem platzsparendes Verstauen des Propellers in der Rumpfspitze.

Zum Projekt: B13 mit Elektroantrieb

Technische Daten
Spannweite: 23,20 m
Länge: 8,55
Höhe: 0,90 m
Flügelfläche 18,95 m²
Streckung: 28,40
Max. Flächenbel.: 43,27 kg/m²
Gleitzahl (gemes.): 46,5
Maximales Stargewicht: 850 kg
VNE (vorläufig): 220 km/h
Baujahr und Erstflug: 1991

 

Die B13 in Kammermark
Die B13 in Kammermark
Die B13 bei der Flugerprobung auf dem Idaflieg-Sommertreffen
Die B13 bei der Flugerprobung auf dem Idaflieg-Sommertreffen